Alizée Froment verrät, wie große Fortschritte möglich sind

Im Interview verrät Alizée Froment zwei Dinge, die essentiell sind, um reiterlich voran zu kommen. Plus: Wie gutes Dressurreiten ohne Gebiss möglich wird. 

Ein Gastbeitrag vom Blog A life with horses

Die Sonne war nur noch zu erahnen, irgendwo da hinter dem Horizont. Das Orchester spielte die Filmmusik von „Die fabelhafte Welt der Amelie“ und Alizée Froment ritt ins große Dressurstadion in Aachen ein.

Gebisslos Dressur reiten

Sie selbst in einem gigantischen Federkostüm, ihr Pferd Mistral ohne Zaum, jedoch mit zwei Halsringen ausgestattet. So begann ihr Auftritt beim CHIO in Aachen und ich war für Euch mit dabei. Wirklich live, denn ich habe Euch über die Instagram-Storys von wehorse und meinem Blog-Account alifewithhorses dorthin mitgenommen (wer das Format nicht kennt: Es ist super! Das sind kurze Filme, die sich nach 24 Stunden automatisch löschen. Was das ganze sehr unmittelbar macht! Ich konnte es aber nicht über’s Herz bringen, das Interview sofort sich selbst löschen zu lassen. Deshalb haben wir die Filme aufgehoben, ihr findet sie auf dem wehorse-Instagram-Account als rundes Symbol als Highlight gekennzeichnet).

Wunderschöne Galopp-Piroutten zeigte Alizée auf Mistral. Er kann sich wahnsinnig kurz machen, versammelt sich ideal sogar auf Halsring. Einerwechsel, Traversalen – toll! Auch ganz stille Momente waren dabei, wo sich die beiden zu der Klaviermusik des Films nur sachte bewegten und dadurch  etwas ganz Spezielles, Bezauberndes entstand. Eine Show mit echt künstlerischen Momenten, ja, Poesie. So etwas ist rar.

Die Basis: Dressur und Gymnastik

Alizée Froment ist ja eine unserer wehorse-Ausbilderinnen. Sie erklärt in ihren Lehrfilmen zum Beispiel, welche Dressurbasis-Arbeit notwendig ist und wie sie das Halsringreiten in das normale Training einbaut. Ich kenne sie seit einigen Jahren, wir hatten sie auch schon auf unseren Kursen als Ausbilderin zu Gast.

Was sie da in Aachen zeigte, war noch mal eine Schippe mehr: Diesmal kam sie sofort auf Halsring in die Arena und ritt große Teile des Programms ohne Kontakt mit den Händen zum Halsring. Die brauchte sie nämlich um die riesigen Flügel, die weit über ihre eigenen Arme hinausragten, zu bewegen. Deshalb war ein zweiter Halsring an ihrer Taille befestigt. So lenkte sie Mistral teilweise komplett über ihren Körper, zum Beispiel in Galoppvolten.

Ich habe Alizée vor ihrem Showauftritt in Aachen zum Interview getroffen. Wie das genau aussah dort – sie war nämlich mit Töchterchen auf dem Arm zum Interview gekommen – könnt in der gespeicherten Instagram-Highlight-Story sehen. Die Fragen des Interviews sind von Euch! Wir hatten die Zuschauer  von meinem alifewithhorses-Instagram-Account und vom wehorse-Instagram-Account, dort zuvor gefragt, was Euch besonders interessieren würde.

Das Zuschauer-Interview mit Alizée Froment

 

Wie finden die Pferde es, in einem so großen Stadion aufzutreten?

Alizée Froment: Es ist ein tolles Erlebnis für uns hier zu reiten, denn das ist ein mythischer Ort. Es ist natürlich auch ein besonders schönes Stadion, wir haben jede Menge Platz und es ist Open Air, dazu noch die vielen Menschen!

Mal abgesehen wie schön es ist, ist das nicht auch schwierig für die Pferde, denn es gibt ja Live-Musik und es sind viele Zuschauer da? Oder macht Deinen Pferden das gar nichts aus?

Ich glaube schon, dass das alle Pferde beeindruckt. Aber ich habe Glück, Mistral liebt das nämlich, muss ich sagen! Mit Sultan wäre es etwas schwieriger geworden, denn es ist wirklich beeindruckend hier für die Pferde, sicherlich!

Was muss ich tun, um auch mal so gut zu werden?

Nun, jeden Tag hart arbeiten. Und jeden Tag aufwachen mit der Idee, besser zu werden. Das ist wirklich wichtig.

Muss man nicht auch einen sehr guten Lehrer dafür haben? Oder kann man sich das tatsächlich alles selbst beibringen?

Ich glaube das ist eine Mischung aus beidem. Du musst für Dich alleine arbeiten und Du brauchst Menschen, die Dir verschiedene Wege aufzeigen. Dann bleibt man bei dem, was man davon gut findet und findet letztlich seinen Weg daraus.

 

Mehr Tipps von Alizée Froment

Was das genauer meint, wie hart Alizée selbst an sich gearbeitet hat, habe ich Euch im A life with horses Blog zusätzlich aufgeschrieben. Dort findet Ihr nämlich den zweiten Teil dieses Artikels, hier

Plus: Eine gymnastische Übungsabfolge, die alle Schüler bei ihr reiten und die wirklich toll dazu geeignet ist, das Pferd an den äußeren Zügel zu reiten und innen leicht zu werden.

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Einmal die Woche gibt's hier auf dem wehorse-Blog einen Artikel aus meinem A-life-with-horses-Blog. Hier spreche ich, Jeannette, über Motivation & Gedanken zu den Pferden, zum Reiten und zum Drumherum.

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