Dreh bei Kathrin Roida: Die Arbeit an der Hand

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Vorhang auf für ein neues Filmprojekt: Mit Kathrin Roida entstehen Filme zur Arbeit an der Hand. Wir nehmen Euch mit zu den Dreharbeiten - die tatsächlich so einiges an Improvisationskünsten verlangten!

Heute nehmen wir Euch mal so wirklich mit hinter die Kulissen. Der Dreh bei Kathrin Roida war nämlich alles andere als einfach – und das wird man im Film kaum sehen können. Denn wir mussten improvisieren! 

Aber der Reihe nach: Der Hof von Kathrin Roida liegt idyllisch in Fürstenfeldbruck, in Bayern, nah an München. Über die Ausbilderin und ihr wirklich gutes erstes Buch haben wir im Magazin schon hier berichtet.

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Die Pferde, die sie dort vorstellt, konnten wir jetzt live filmen. Sie wohnen schön dort, und zwar alle, Mensch und Pferd. Kathrin Roidas Bauernhaus hat im Erdgeschoss Platz für die Pferdeboxen, gegenüber vom Wohnhaus befindet sich die Reithalle und der Reitplatz. „Auf dem ganzen Hof herrscht eine freundliche Atmosphäre, der Umgang untereinander und mit den Mitarbeitern ist herzlich, das fällt auf“, erzählt Inge Vogel.

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Die Jungen beginnen

Geplant waren zwei Drehtage, und den Beginn machten zwei zweijährige Pferde von Kathrin Roida. Denn im Film soll die Grundausbildung an der Hand gezeigt werden, von Beginn an. Ausbilderin Kathrin Roida suchte die beiden Zweijährigen aus, um grundsätzliches wie Anhalten, Antreten lassen, oder Wendungen führen zu zeigen. Dafür waren die beiden mit Halfter und Führstrick ausgerüstet, die Ausbilderin selbst hatte die Gerte als Zeigestock dabei. Mit den beiden drehten wir in der Reithalle – und da war die Welt noch in Ordnung.

Drehstop?

Doch dann ging es los: So viel Regen fiel, dass der Außenplatz viel zu nass war, um dort zu filmen. Der war als Hauptdrehort eingeplant, es ist eben wirklich hübsch dort und das Licht ist zum Filmen ideal. Was tun? Wir drehten ein paar Sequenzen in der Reithalle und probierten es nach ein paar Stunden noch mal. Doch jetzt waren so viele Kribbelmücken am Reitplatz, dass „die Pferde sich nur schüttelten und sehr unzufrieden wirkten“, erzählt der Chef und Kameramann von pferdia, Thomas Vogel. Also was tun? Dreharbeiten abbrechen? Auf besseres Wetter warten? Schließlich war der Plan B einfacher als gedacht: Die Reithalle hatte schönes warmes Licht, und kurzfristig entschieden alle, den kompletten Film dort zu drehen.

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Bemerkenswert: Die Schimmelstute

Hier konnten dann alle Pferde zeigen, wie konzentriert sie mitarbeiten, wenn keine Plagegeister in der Luft sind. „Kathrin Roida arbeitet fein und ruhig“, erzählt Thomas Vogel, und das bei jedem Pferd, das bei den Dreharbeiten dabei war, egal ob erfahrener Lusitanohengst oder Jungpferd. Besonders eindrücklich waren die schönen Piaffen der Schimmelstute, die auch auf den Fotos hier zu sehen ist. Dabei ist weniger mehr – die Ausbilderin erzählte, dass die Pferde zwei Mal die Woche an der Hand gearbeitet werden, ansonsten steht anderes auf dem Programm.

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Selbst loslegen mit wehorse

Es sind übrigens so einige pferdische Darsteller zu sehen - im Film werden nämlich Pferde auf unterschiedlichstem Ausbildungsstand zu sehen sein, um das Lernen per Filmmaterial so einfach wie möglich zu machen. Wer Lust auf die Arbeit an der Hand bekommen hat, findet in der pferdiathek vor allem bei Saskia Gunzer, aber auch bei Karin Hess-Müller und Andreas Hausberger schon viel gute Anregungen! Kathrin Roidas Videos folgen dann Ende des Jahres. 

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