Buch von Christoph Hess: Besser reiten

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„Wie wechselt man von Trense auf Kandare?"  oder  „Was tun, wenn zuhause alles wunderbar funktioniert, auf dem Turnier jedoch nichts?": um solche Schwierigkeiten des Alltags dreht sich alles im neuen Buch des Ausbildungsleiters der Reiterlichen Vereinigung (FN), Christoph Hess.* 

„Besser Reiten – Von der Basisausbildung zum feinen Reiten"  heißt das Taschenbuch. Auf dem Titel prangt vielversprechend Beatrice Buchwald mit dem schönen Belantis. Strukturiert ist das 184-Seiten starke Buch nach dem Frage-Antwort-System. Stets beginnend mit einer Leserfrage, erläutert Christoph Hess, was er in der beschriebenen Situation empfehlen würde. Dabei richtet er sich nach folgendem Grundsatz-Gedanken: 

„In all meinen Hinweisen, die ich den Reitern für ihre unterschiedlichen Herausforderungen gebe,

lasse ich mich stets von der Klassischen Reitlehre, den Richtlinien für Reiten und Fahren

der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), leiten. Das ist die unverzichtbare Basis.

Gleichzeitig hoffe ich, dass Ihnen dieses Buch hilft, die Richtlinien noch besser zu verstehen." 

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Einblicke-ins-Buch
Pferd-in-leichter-Anlehnung

Das Buch beginnt mit allgemeinen Herausforderungen im dressurmäßigen Reiten, was zum Beispiel Themen wie „Das leichte Genick" oder „Das Geheimnis einer guten Traversale" beinhaltet. Das nächste Kapitel widmet sich den speziellen Herausforderungen im dressurmäßigen Reiten. Hier werden Themen wie „Wenn die Stute wegrennt", „Was tun, wenn das Pferd unkonzentriert ist" oder „von der Rennbahn auf das Viereck" unter die Lupe genommen. Oder auch dieses Beispiel, das auf den nächsten Bildern gezeigt wird: eine Reiterin kommt gar nicht mehr klar mit ihrem jungen Pferd und sucht Rat.

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Einblicke-in-besseres-Reiten

Die nächsten Kapitel widmen sich den Herausforderungen im Spring- und Geländereiten. Da geht es darum, was man bei eingeschränktem Hindernismaterial dennoch daheim trainieren kann oder wie man mit Pferden, die sich im Gelände wie ein Pulverfaß aufführen, tun kann. Auch einer Mutter, die mit dem Interesse ihrer 13-jährigen Tochter fürs Geländereiten hadet, antwortet Christoph Hess im Buch. Er plädiert für eine breit ausgelegte Grundausbildung inklusive des Reitens im Gelände und des Springes. In diesem Einzelfall - die Tochter ist bis Springen und Dressur der Klasse A ausgebildet - rät er zur Grundlagenarbeit im Gelände:

„Diese (Grundlagenarbeit, d.Red.) erfolgt zunächst ohne Sprünge. Ihre Tochter sollte deshalb mit ihrem Ausbilder Ausritte unternehmen, bei denen die beiden im Arbeitstrab (im Gegensatz zur Ausbildung in der Reitbahn in etwas erhöhtem Tempo) auch größere Entfernungen in unterschiedlicher Topografie und auf unterschiedlichem Untergrund absolvieren. Dabei wird ihr Ausbilder darauf achten, dass das Pferd sicher an den Hilfen Ihrer Tochter steht, damit es im Gelände in genau der gleichen Weise wie in der Reitbahn von ihr zu „kontrollieren" ist. Neben dem Traben kommt auch dem Galoppieren im freien Arbeitsgalopp (im leichten Sitz!) eine besondere Bedeutung zu. Ebenso sind längere Strecken im Galopp - in unterschiedlichem TEmpo - zu absolvieren, damit sich Ihre Tochter und ihr Pferd an die besonderen Gegebenheiten des Geländereitens gewöhnen."

Durchlässigkeit-und-Aufmerksamkeit-sind-das-Ziel

Das erste Überwinden von Geländehindernissen sollte danach auf einem eingezäunten Trainings-oder Ausbildungsplatz erfolgen. Mit steigender Sicherheit kommt das Auf- und Abspringen vom Wall dazu, als Ausrüstungsgegenstand empfiehlt Christoph Hess zusätzlich einen Halsriemen, in den die Reiterin bei Bedarf greifen kann. Der Autor listet auch die weiteren Etappen bis zum sicheren ersten Geländeritt über Sprünge auf und betont, wie wichtig das häusliche Klima ist: nur wenn die Tochter sich emotional unterstützt fühlen kann, wird sie nicht ängstlich (und damit sicher) mit dem Pferd im Gelände unterwegs sein können.

Ein Buch, dass sich an Reiter unterschiedlichster Ausbildungsstufen wendet. 

Das Buch ist soeben im FNverlag erschienenEs kostet 17,90 Euro. Alle Fotos mit freundlicher Genehmigung vom FNverlag entnommen aus „Besser Reiten – Von der Basisausbildung zum feinen Reiten"

* = Diese Rezension ist mit Unterstützung des FNverlags entstanden.