Chris Bartle über das Wichtigste beim Vielseitigkeitsreiten

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Er ist der begehrteste Vielseitigkeitstrainer weltweit - Chris Bartle. Seit längerer Zeit arbeiten wir mit ihm in Zusammenarbeit mit der FN an einem großartigen Film, der zeigt, welche Trainingsphilosophie der Engländer verfolgt. Sein wichtigstes Thema ist Sicherheit. Wie er diese umgesetzt wissen will, hat er uns erzählt. Hier ein kleiner Vorausblick auf diesen großartigen Film, der demnächst bei uns zu sehen ist! 

Begeistert ist dieser Tage ein Filmteam von uns vom Dreh mit Chris Bartle zurück gekommen! Schon seit zwei Jahren treffen wir uns regelmäßig mit ihm, um einen richtig guten, umfassenden Lehrfilm mit diesem Vielseitigkeits-Lehrmeister zu drehen. 

Wir haben schon in Yorkshire bei ihm gedreht, in Warendorf beim Training mit Sandra Auffarth und Ingrid Klimke, und nun kam noch der Wissens-Anteil dazu: Chris Bartle erklärte, wie das Vielseitigkeitsreiten an Sicherheit gewinnen kann. 

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Sein Anliegen: Sicherheit durch Ausbildung erhöhen. Sein Vortrag dazu wird ein großer Bestandteil des Films sein, den wir gerade mit ihm fertig stellen.
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Ein super spannender Vortrag, der in den Film einfließen wird! Wenn man es auf eine Aussage reduzieren möchte, dann tritt er dafür ein, dass vor allem die sorgfältige Ausbildung und die Rittigkeit des Pferds die Sicherheit erhöhen. 

Drei Faktoren bestimmen nach Chris Bartle Erfolg wie Sicherheit: Das Pferd, der Reiter und die Beziehung zwischen Pferd und Reiter. Dabei ist der Reiter dafür verantwortlich, das Pferd so von Sprung zu Sprung im Gelände zu bringen, dass das Pferd optimal den Sprung überwinden kann. Jeder von beiden hat also seine eigenen Verantwortlichkeiten. Der Sitz des Reiters ist dabei ebenso zentral, um diesen Sport sicher auszuüben.

„Man soll denken wie ein Optimist, aber reiten wie ein Pessimist“, sagt Chris Bartle.

Ganz viel Wert legt er daher auf den sicheren Sitz des Reiters. Sicher ist der Vielseitigkeitssitz dann, wenn der Reiter „zwei Drittel des Pferdes vor sich hat“, der Fuß des Reiters vor seinem Knie ist, der Schwerpunkt des Reiters hinter dem des Pferdes liegt (!) und die Hände unter den Augen des Reiters positioniert sind. 

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In der Ausbildung des Reiters greift er gern auf das Metallpferd „Rock on Ruby“ zurück, das ihm hilft, dem Vielseitigkeitsreiter den korrekten Sitz beizubringen und zu trainieren.

Um zu verdeutlichen, wie viel Stabilität ein sicherer Sitz dem Reiter gibt, zeigte Chris Bartle bei seinem Vortrag Filmaufnahmen von zwei Reitern, die auf der Badminton-Geländestrecke aufgenommen wurden. Der erste Reiter war deutlich instabiler, der zweite Reiter zeigte einen sehr ausbalancierten Sitz, wirkte weitaus sicherer und souveräner. Der Punkt ist: Wenn bei dem ersten Reiter etwas schief geht während des Rittes, kann er sofort in Sitznöte geraten und gefährdet sich dadurch. Der zweite Reiter hat auch wenn sein Plan nicht aufgeht, mehr Chancen, sich und sein Pferd auf Nummer sicher durch die restliche Prüfung zu führen.

Chris Bartle selbst war lange Zeit Bundestrainer der deutschen Vielseitigkeitsreiter und ist international wahrscheinlich der gefragteste Trainer in diesem Segment. Der Mann hat neben allem Ernst, den diese Sicherheitsfragen aufwerfen, auch Sinn für Humor: Eine Sicherheitsposition für Reiter in Nöten nennt er nämlich die „Oh Shit position“. Auszuführen ist sie folgendermaßen: Zügel so lang wie möglich und hinten reinsetzen.

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Diese Maßnahme ist jedoch nur für Notfälle anzuraten. Chris Bartle betont, wie wichtig die Ausbildung des Pferdes ist: es soll die Hilfen gut annehmen, eine hervorragende Balance und Selbsthaltung haben. Schön auch, dass dieser Meisterlehrer betont, wie wichtig eine gute Bindung zwischen Reiter und Pferd ist. „Die Beziehung zum Pferd muss sich entwickeln und ausbauen, durch Verständnis, Akzeptanz und Vertrauen“, notiert Chris Bartle, und genau darum wird es auch im Film gehen, der im Laufe des Jahres erscheint und hier in der pferdiathek zu sehen sein wird.

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