Neuer Film: Wir haben bei Pedro Torres gedreht

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Es gibt eine neue DVD im Sortiment von pferdia tv! Wir haben bei Pedro Torres, dem wahrscheinlich bekanntesten Gesicht der Working Equitation, gedreht. Ein Pferdemann durch und durch, so viel sei versprochen. Wer sein Pferd des Lebens ist, und wie die Atmosphäre in einem portugiesischem Meisterstall so ist, erzählen wir heute.

Ein Mann, ein weißes iberisches Pferd. Es sind schöne, harmonische und kraftvolle Bilder, wenn Pedro Torres sein bestes Pferd reitet. „Oxidado ist das Pferd seines Lebens!“, erzählt Thomas Vogel, der Chef bei pferdia tv und zugleich der Mann hinter der Kamera. Genau das sei nämlich stets zu sehen und zu spüren gewesen, während er Pedro Torres filmte. Das Pferd ist kein unbeschriebenes Blatt: Mit Oxidado ist Pedro Torres vielfach Welt- und Europameister in der Working Equitation geworden, „eine lebende Legende“, erzählt Thomas Vogel. „Als ich ihn im vergangenem Herbst gefilmt habe, war Oxidado 21 Jahre alt. Dabei sah er taufrisch aus, stand voll im Training.“ Es sei faszinierend gewesen, er wirkte „wie ein Zehnjähriger!“

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Auch die Rinderarbeit gehört dazu und ist Teil des Lehrfilms.

Ein neuer Film ist so gut wie fertig, denn soeben werden die DVDs gepresst: Er heißt „Dressur & Working Equitation“ und zeigt die Arbeit von Pedro Torres, einem der berühmtesten und besten Reiter in der Disziplin Working Equitation. Für uns von pferdia tv ist es immer ein kleines bisschen so, als ob wir eine große Feier organisieren, diese Strecke von der Filmidee über den Dreh bis zum Schnitt. Zuletzt kommt die Deko, meint: es wird das Cover entworfen und dann dürfen wir endlich erzählen, was wir da schönes Neues gemacht haben.

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Heute ist der Tag, an dem wir endlich davon erzählen können, juchu! Also der Reihe nach: So sieht es üblicherweise aus, wenn ein Film entsteht. Phase Eins: Längere Zeit liebäugeln wir mit einem Thema oder einem Menschen, mit dem wir gern einen Lehrfilm drehen wollen. In diesem Fall eben Pedro Torres. Wir treffen diesen vorab, das ist die Phase Zwei. Pedro Torres haben wir zum Beispiel zuerst in Deutschland getroffen. Nachdem Inge und Thomas Vogel sowie Sonya Hudson von pferdia tv zwei Reitkurse von ihm gesehen hatten, stand fest: ja , wir wollen einen Film mit ihm machen. Pedro Torres ist nämlich ein feiner Reiter, bei dem man nie einen zu starken Zügel oder einen klopfenden Schenkel sieht. Zudem ist er noch ein offener Mensch mit Humor!

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Also haben wurden die Koffer gepackt - Phase Drei! - und los ging es in den Flieger nach Portugal, um dort zu drehen. Mit ganz vielen Kamerataschen im Gepäck. Mit Mietauto ging es dann in den Stall von Pedro Torres, der eine halbe Stunde von Lissabon entfernt liegt. Phasen Vier und Fünf passieren dann wieder daheim im Büro an Schnittpult, in der Sprecherkabine und am Computer. Also: schnell wieder zurück in den Stall, ist viel spannender da!

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Portugal ist sozusagen das Mekka der Working Equitation. Pedro Torres hat einen Stalltrakt in einer großen Reitanlage in der Nähe von Lissabon gepachtet. Es sind große weiße Gebäude, daneben stehen Reithalle und Reitplatz, alles sieht großzügig und professionell aus. Hier geht es entspannt zu: Es ist eine Männergruppe rund um Pedro Torres, einjeder kümmert sich um seine Pferde, hat dennoch Zeit für ein Schwätzchen beim Ein- oder Ausflechten der Mähne, und mittags geht es gemeinsam ins Restaurant.

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Reiterlich hat unser Team vor allem die Schönheit von Torres’ Reiten und seine Philosophie beeindruckt. Die Pferde gehören dabei zur Familie. „Oberstes Gebot ist, dass alles mit leichten Hilfen gehen soll – wenn etwas nicht funktioniert, überlegt Pedro Torres, was er ändern muss“, erzählt Thomas Vogel.

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Die reiterliche Idee, die den Erfolg in der Working Equitation ausmacht, ist folgende: Torres möchte in der Lage sein, jedes Körperteil des Pferdes verschieben zu können. Die Hinterhand, die Vorhand, er möchte die Kruppe zum Beispiel im Galopp genau platzieren können, sie mal herein und mal heraus setzen. „Er ist jemand, der ständig analysiert und überlegt, was er noch verbessern könnte.“

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Im Film zeigt er, wie er ein unerfahrenes Pferd an Fässer oder Brücken, eben die typischen Trailhindernisse, gewöhnt. Er zeigt, wie er im Slalom um Fässer reitet (im Schenkelweichen), und wie er die dressurmäßige Arbeit, das Gymnastizieren aufbaut.

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Drei Tage Dreharbeiten, viele schöne Clips für die pferdiathek und eine Lehr-DVD sind entstanden. Und noch ein entzückender Moment für’s Familienalbum, als die Kamera eigenltich schon aus war: Da kam Pedro Torres Frau nämlich mit den Kindern zum Stall, und der stolze Papa schnappte sich ein Töchterchen, und ritt mit ihr im Sattel noch ein paar Runden. Eine echte Pferdefamilie eben. Wir waren begeistert, und freuen uns, wenn wir diese Freude teilen können. 

>>> Der neue pferdia-Film "Dressur und Working Equitation" von Pedro Torres ist im Oktober lieferbar. Wer ihn schon jetzt vorbestellt, bezahlt 29,90 Euro. Der reguläre Preis wird 34,90 Euro betragen.