Training & Ziele: Ein Check up

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Motivation für das Wochenende

Freitags gibt's im pferdiathek-Magazin immer einen Artikel aus dem Blog www.alifewithhorses.de. Zur Einstimmung ins Wochenende geht es dabei immer um Motivation & Gedanken zum Reiten.

Ein frohes neues Jahr an alle! Überall liegt Neubeginn in der Luft: die Werbebroschüren preisen Fitnessgeräte an, mindestens ein Mensch aus dem Bekanntenkreis will seine Ernährung umstellen oder fastet bereits, der Winterschlussverkauf lässt die Produkte flüstern: „Nimm mich! Letzte Gelegenheit!“ 

Im Stall ist die Mitte der Hallensaison fast erreicht. Die Tage werden schon wieder ein klitzekleines bisschen länger. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um mal genau hinzusehen. Die grüne Saison ist noch weit entfernt, es ist also noch reichlich Zeit da, an sich zu arbeiten und mit dem Pferd neue Wege zu gehen. Denn wer sich Lernfortschritt und gute Kondition wünscht, hat genau zwei Möglichkeiten: 

Er kann das nach Bauchgefühl angehen. Oder aber geplant. Der Vorteil von Planung: man kann Fortschritte besser nachvollziehen und bemerkt Veränderungen deutlicher. Lasst uns doch mal genau hinschauen, wie es bei Euch so aussieht.  

Check 1: Langfristig – was tut das Pferd eigentlich?

Die meisten Reiter bewegen Ihr Pferd nach Bauchgefühl und können bestenfalls sagen, wie lange sie meist reiten und wie oft pro Woche. Wer für Abwechslung, Konditionsaufbau und Lernfortschritt sorgen will, sollte geplanter vorgehen. Testfrage: Wann habt Ihr das letzte Mal Euer Pferd über Cavalettis gearbeitet? Vor ein paar Tagen? Oder waren es doch zwei Wochen? Hängt einen Kalender im Sattelschrank auf. Tragt einfach dort jeden Tag ein, was ihr mit Eurem Pferd gemacht habt. Damit es nicht lästig wird, Kürzel verwenden (Minutenangaben, Smileys oder Plus-/Minuszeichen für die Zufriedenheit). So kann man mit einem Blick erkennen, was das Pferd pro Woche und Monat getan hat. Man sieht Phasen besser und was genau gut funktioniert. Wer nicht zu Stift und Zettel greifen möchte, kann seinen Trainingsplan übrigens auch wunderbar mit der Ingrid Klimke App gestalten.

Check 2: Kurzfristig – die richtige Dosis

Für diejenigen Reiter, die im täglichen Training gern zu viel machen und so in Gefahr laufen, ihr Pferd zu frustrieren, hat Andreas Mamerow einen Rat. Andreas Mamerow ist Mentaltrainer und Westerntrainer, er war zum Beispiel Teamchef der deutschen Mannschaft bei den Weltreiterspielen in Aachen. „Mach Dir für jeden Trainingstag einen Plan, was Du mit Deinem Pferd machen willst und halte dich daran. Die Trainingsphase, exklusive Aufwärm- und Abwärmphase, darf nicht länger als 20 Minuten dauern. Für den Fall, dass das Trainingsziel für diesen Tag nicht funktioniert, halte einen Plan B bereit.“

Der Gedanke an Plan B ist superwichtig – denn sonst führen Trainingsziele schnell in die Frustration.

Gönne Dir beim Putzen oder Schrittreiten ein Gedankenloch. Dann sollen bitteschön alle Gedanken an Pflichten und Aspekte des Alltags verschwinden. Die dürfen gerne später, nach der Reitstunde, wieder kommen. Mach Dir Gedanken was ihr heute tun könnt und wie Du runterstufst, falls Deine Idee heute nicht umzusetzen ist. 

Wenn Du beginnst: Konzentriere Dich aufs Pferd, wie fühlt es sich an? Beginne es zu lösen und schau, was möglich ist. Was geht heute? Was bietet Dein Pferd an? 

Viel Spaß beim Ausprobieren!