Wie Anja mich mit einem Satz entlarvte

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Diese Woche hat mein Reiten vor allem ein Satz geprägt. Oder besser: zwei Sätze.

Ich ritt da so vor mich hin auf dem Außenplatz, da stand auf einmal Anja am Gatter. Ich habe sie gar nicht kommen sehen, so vertieft war ich. Sie hatte die Hunde dabei, die um sie herum stromerten. Ich ritt zu ihr, weil ich dachte, sie möchte irgendetwas. Bei uns am Stall gibt es nämlich kaum Zuschauer oder Zaungäste oder so.

Anja sagte: „Das sieht schön aus. Es wäre noch schöner, wenn Du mal dabei lachen würdest!“

Ich darauf: „Oh danke! Aber das geht nicht, wenn ich konzentriert bin, guck ich immer so!“

Der Effekt war: Ich musste danach immer wieder mal in mich hinein grinsen. Weil ich ja mehr mit Leichtigkeit an die Sache gehen wollte, mit Freude (wie ich in meinem Text über Philippa geschrieben hatte). Und nun schon wieder wahnsinnig ernst auf dem Pferd hockte. Mensch, Mensch Jeannette! Natürlich musste ich auch grinsen, weil Anja mich so BÄMM, mit ein, zwei Sätzen entlarvt hatte. Kommt natürlich immer drauf an, wer einem so etwas sagt. In dem Fall konnte ich es gut annehmen. Kam genau richtig.

Danach schrieb ich ihr eine SMS, dass sie bitte mal häufiger vorbei kommen soll und das sagen soll, dann grinse ich tatsächlich mehr und reite dadurch noch ein bisschen besser. 

Aufgabe für die nächsten Tage: Reiterfreunde loben, wenn es gut aussieht! Macht nämlich glücklich, beide Seiten.