Jessica von Bredow-Werndl: Fitness + Tagesablauf

Pferde-mit-Regenschirm

Jessica von Bredow-Werndl betreibt mit ihrem Bruder Benjamin den Ausbildungsstall Gut Aubenhausen in Bayern. Und das erfolgreich: sie bilden Pferde von der Jungpferdearbeit bis zum Grand Prix aus. Die EM-Medaille holte Jessica von Bredow-Werndl mit Hengst Unee. Er ist zweifelsfrei der Star im Hause Werndl, doch die ersten selbst ausgebildeten Pferden Zaire und Der Hit rücken nach und mischen erfolgreich im internationalen Dressursport mit. Wie die beiden Geschwister das erreicht haben, welches Konzept dahinter steckt, das erklären sie in ihrem ersten Lehrfilm.

Ganzheitlichkeit ist bei ihnen kein Modewort, sondern die Essenz ihres Trainings-Ansatzes. Sie arbeiten tatsächlich vielseitig mit ihren Pferden. Dazu gehören für sie Geländeritte, Gymnastiksprünge, Bodenarbeit, Arbeit an der Hand und Schrecktraining. Außerdem noch beste Haltungsbedingungen, eine durchdachte und dennoch – oder gerade deswegen -  einfache Fütterung, optimale Vorsorge durch Sattler, Schmied, Tierärzte und Chiropraktiker. 

Beim Pferd alles paletti? Dann geht es um den Menschen. Zwei Elemente braucht es auch für ihn: die mentale Vorbereitung (HIER haben wir schon darüber berichtet) und die sportliche. Ja, und Disziplin im Alltag. Wie Jessica von Bredow-Werndl ihren Tag strukturiert, das erzählte sie in dieser Videobotschaft für unsere Zuschauer:

Videonachricht von Jessica von Bredow-Werndl: Ein typischer Tag

Morgens reitet sie sechs Pferde, mittags nach dem Essen steht erst mal Büroarbeit an, am Nachmittag geht es noch mal in den Stall und abends trainiert sie öfters in der Woche im Fitnessstudio. Denn körperliche Fitness ist beiden Geschwistern enorm wichtig. „Wir müssen selbst zum Gummiball werden, wenn wir von unserem Pferd erwarten, sich wie einer zu bewegen“, so formuliert es Benjamin Werndl. Dafür tun beide viel: Sie joggen regelmäßig und machen Kraftsport.

Fithalten-im-Reitsport
Reiterfitness

Jessica von Bredow-Werndl packt zudem noch Yoga in ihr wöchentliches Pensum. Aber auch beim Sport ist Ganzheitlichkeit wiederum ein wichtiger Aspekt: nie soll eine Übung nur eine Muskelgruppe ansprechen. Es soll stets der gesamte Körper gefordert sein. Besonders im Fokus ist allerdings der Rumpf des Reiters: Rücken- und Bauchmuskulatur schützen die Bandscheiben und Wirbelsäule. Gerade für Menschen, die viel auf dem Pferd sitzen ist es eine notwendige Prophylaxe, hier regelmäßig ans Muskeltraining zu denken.

Eigentlich ist das doch eine sehr gute Nachricht: einjeder kann etwas für sein besseres Reiten tun, und zwar mal nicht im Sattel. Sondern daheim auf der Yogamatte, im Wald beim Joggen oder im Fitnessstudio. Welche Motivation wäre wohl anspornender, als ein besser gehendes Pferd? Wohl keine, oder? Also: Fit aufs Pferd im neuen Jahr - wer macht mit?