Bei den Jungs – teelöffelweise Glück

Pferde-machen-glücklich

Motivation für das Wochenende  


Letztens im Wald. Wir ritten so dahin, und unterhielten uns über eine Offenstallgruppe bei uns am Stall, die sich ganz prächtig versteht. Es sind alles Jungs und alles Isländer. Jeden Vormittag spielen sie, knutschen sich manchmal nur mit den Oberlippen ganz sachte (tatsächlich!) und liegen mittags ausgestreckt da und einer hält Wache. In diesem Stall gibt’s fast nie Rangeleien. Es ist einfach nur eine Freude, ihnen zuzusehen. 

Irgendwann sagte der Mensch im Sattel neben mir: „Weißt Du, letztens, da ist mir 'was ganz Wunderschönes dort passiert. Ich kam in den Stall und mir ging es gar nicht gut, ich war völlig niedergeschmettert. Dann bin ich in den Stall der Jungs gegangen und habe mich da hingehockt, weil ich meinen Wallach immer so anlocke. Und dann sind sie alle zu mir gekommen! Alle standen mit den Hälsen abgesenkt um mich herum, und dann kam die Stallkatze noch dazu und hat sich an meine Beine gedrückt.“ Pferdenasen und Katzenfell. 

Der perfekte Trost. 

Manchmal reicht es einfach, da zu sein. Für diese Pferde-Glücksmomente braucht man noch nicht mal etwas können. 

Nicht hervorragend longieren können. 

Kein Meister in der Arbeit an der Hand sein. 

Keine Jungpferde ausbilden können. 

Kein Horsemanship-Experte sein. 

Du musst noch nicht mal einigermaßen gut reiten können. 

Du bist einfach da, und das Pferdeglück kommt zu Dir. 

Hach. Die beste Medizin.