Wahre Schätze: Historische Filme

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Sie kennen den Ausdruck Stensbeck-Plakette, wissen wer Otto Lörke ist. Aber haben Sie diese alten Meister auch schon mal mit ihren Pferden arbeiten sehen? Genau das ist möglich mit den historischen Filmschätzen in der pferdiathek. Wir haben da mal ein paar Schätze für Sie ausgegraben.

Film: Mit dem Blick nach Osten

Ein tagebuchähnlicher Film, liebevoll erzählt von einem großen Pferdekenner, das ist 'Mit dem Blick nach Osten'. Der Dokumentarfilm schildert die persönliche Reise des Hippologen Hans Joachim Köhler nach Trakehnen. Hans Joachim Köhler ist Pferdeleuten aller Jahrzehnte ein Begriff - er begründete die Verdener-Reitpferde-Auktionen und leitete viele Jahre das Pferdemuseum in Verden.

Gedreht wurde er 1992, es war einer der ersten Filme von Tom Vogel, der früher als Assistent von Köhler arbeitete. Man hat das Gefühl, auf dieser Reise mit dabei zu sein: Hans Joachim Köhler schlendert durch breite Baum-Alleen und erzählt von seinen Eindrücken. Da bellen die Hofhunde, ein freilaufendes Pferd kommt über die Straße geschlendert, Kinder schauen dem Filmteam zu, dass die alten Gestütsgebäude in Trakehnen besichtigt. Oder überhaupt erst mal finden muss – so wird zum Beispiel ein gemauerter Weidenunterstand erst während des Drehs wiedergefunden, Büsche werden gestutzt und so Mauerreste und sogar eine Futterkelle wiedergefunden.

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Die Trakehner Fuchsherde

Immer wieder sind auch Originalaufnahmen aus dem noch unversehrten Gestüt zu sehen. Zum Beispiel Schwarz-Weiß-Aufnahmen des Gestütsalltags: Da sieht man die Fuchsherde von der Weide kommen, sieht, wie die Stuten aus lang gezogenen Steintränken trinken.

Solche Filmdokumente wechseln mit eingeblendeten historischen Bildern, die den  Reichtum von damals aufleben lassen. Etwa ein Bild von 1902, das den Gebäudekomplex um den Jagdstall und den 120 Meter langen Auktionsstall zeigt. Was für ein Kontrast zu den Häusern im Drehjahr: Die Pracht von damals ist verschüttet hinter blätternder Farbe, kaputten Toren und grauem Putz. 

Vorbild der Verdener Auktion

Hans Joachim Köhler erzählt im Film, dass dieser ehemals prächtige Auktionsstall  die Vorlage für ihn war, als er die Verdener Auktion begründete. In Trakehnen waren die Pferde nämlich lange Zeit, bevor sie vermarktet wurden: ein ganzes Jahr wurden sie im Auktionsstall geritten. Man konnte sie so „ kennen lernen“, erzählt Köhler im Film, sie waren „gewisserweise etikettiert, wenn man sie verkauft“. In Hans Joachim Köhlers Verdener Konzept war es üblich, die Pferde sechs Wochen lang vor Verkauf vor Ort zu haben. Das war komplett neu, zuvor gab es nur ein-Tages-Auktionen. 

Die Katze im Sack

„Dass man möglichst viel von den Pferden zeigte war auch mein Prinzip, was ich hier kennen gelernt habe“, erzählt er im Film, „dazu die offene Aussage der Gestütwärter, mit Reitern und Pflegern. Es wurde keine Katze im Sack verkauft, das hat mir sehr imponiert. Das wurde auch in den Auktionslisten offen gesagt: ‚Der hat rechts ein Überbein, der hat ‚n kleinen Augenfehler, der rohrt ein bisschen, und so weiter’, es war ganz offen und in Folge dessen in größtem Vertrauen ging die Kaufinteressentengemeinschaft an den Kauf heran.“

Aus dem Film "Die Deutsche Olympia Quadrille" .

Film: Die Deutsche Olympia Quadrille

Schon der Beginn ist imposant: Zwölf Spitzenreiter mit ihren besten Pferden galoppieren um ein Viereck herum. Dabei sind zum Beispiel Klaus Balkenhol an der Tete, dahinter Monica Theodorescu, Wolfram Wittig, Hubertus Schmidt, Rudolf Zeilinger und Karin Rehbein. Sie zeigen eine Quadrille, die 1939 konzipiert wurde, genannt die Olympiaquadrille. Der Film "Die Deutsche Olympia Quadrille" zeigt verschiedene Versionen dieser Quadrille, auch spannende Trainingsaufnahmen. Aber der Film ist mehr als das: Hier sind wahre historische Schätze versteckt.   

Stensbeck auf Gimpel

Unterbrochen wird die Vorstellung nämlich von der Geschichte, die dahinter steckt: Erzählt wird von der Kavallerieschule Hannover, die ehemals prägend in Deutschland war. Der legendäre Otto Lörke ist in Schwarz-weiss-Filmmaterial zu sehen und zeigt sein Pferd Chronos piaffierend an der Hand. Gustav Stensbeck ist auf Gimpel im Sattel zu sehen, älter als 80 Jahre ist der Reitmeister auf diesen alten Aufnahmen.

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Dr. Reiner Klimke war damals einer der Initiatoren...
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...der Neuauflage dieser Quadrille.

Witziges Detail: Sprecher und Moderator ist übrigens der damals noch junge Carsten Sostmeier, der damals einen feinen, unaufgeregten Stil pflegte. Ein Film, der eine tolle Mischung an historisch rarem Filmmaterial kombiniert mit einer beeindruckenden Quadrille. Zwölf Reiter in Zick-Zack-Traversalen zu sehen, wobei sich jeweils sechs Reiter kreuzen – das ist schon etwas wirklich Besonderes.

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Film: Der Weg des Siegers

Ein drittes Sahnestück unter den historischen Filmen in der pferdiathek ist sicherlich 'Der Weg des Siegers'. Diesem Film aus den 30er Jahren liegt eine berührende Geschichte zugrunde, der wir demnächst einen eigenen Magazinartikel widmen. Schauen Sie schon mal rein, Sie werden nicht enttäuscht sein. 

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'Der Weg des Siegers' ist ein Zeitdokument für Hippologen, die das Vollblut zu schätzen wissen.