Mehr Zeit für’s Pferd im Winter

Mehr-Zeit

5 Strategien, um den inneren Schweinehund im kalten Winter zu besiegen. Für eine bessere, schönere Zeit beim Pferd!

Meinem inneren Schweinehund geht es gerade ausgezeichnet. Er streckt sich gern wohlig aus und empfiehlt mir ständig, doch lieber innen zu bleiben. Ist so kalt da draußen. So dunkel. Würde ich ständig auf ihn hören, dann wäre mein Schokoladenkonsum ins Unermessliche gestiegen und ich würde die Pferde nur noch sonntags bei Sonnenschein sehen. Da die Sonne kaum mehr hervorkommt momentan, wäre das also alle drei Wochen ungefähr. 

Meine 5 besten Strategien gegen die Vorschläge des inneren Schweinehundes:

  1. Selbstüberlistung die Erste: Ich habe meine Reitstiefeletten im Stall, ebenso die Reithose und eine Ersatzjacke. Das erspart mir das nach Hause fahren zum Umziehen. Und das wiederum spart mir Gedankengänge wie ‚oh, so viel Fahrzeit, dann lohnt es sich ja eh kaum noch’. So spricht nämlich der innere Schweinehund gern!
    Ich verabrede mich: Springstunde, Sitzstunde, Joggen. Termine helfen, dass die wichtigsten Eckpfeiler sitzen und nicht verschoben werden (so wie ich das HIER beschrieben habe). Zusätzlich ist das Pferd so untergebracht, dass es mich nicht wirklich braucht. Es hat Grundbewegung durch den Paddocktrail und eine Reitbeteiligung, sowie ab und an eine Bereiterin. Das erleichtert berufliche Stressphasen enorm (und mein schlechtes Gewissen).

  2. Ich mache es mir schön. Der Sattelschrank ist optimiert, ich habe das Lederzeug frisch geputzt. Alles liegt gut vorbereitet da. Dazu haben wir neue Gamaschen, nen neuen Pulli, neue Socken, neue Mütze, neuer Schal. Das braucht man alles nicht wirklich. Aber es macht alles ein kleines bisschen hübscher.

  3. Selbstüberlistung die Zweite: Ich habe mir im Herbst und Winter eine kleine Kollektion an Mitnehm-Kaffeebechern angeschafft. Einer ist trendy aus Bambus, ein anderer isoliert besonders gut, ein weiterer hat eine besonders schöne Form. Warum das hilft: Ich setzte mich einfach lieber ins Auto, um noch mal ins Kalte zu fahren, wenn ich einen Tee oder Kaffee dabei habe.

  4. Ich schreibe mir auf, was ich mir vom Reitunterricht besonders merken möchte. Das hilft mir nicht nur, wirklich daran zu denken, sondern es motiviert mich auch, weiter daran eigenständig zu üben.

Ganz klar: Ich bin nun mal ein Sommerkind, egal, wie sehr ich mir Mühe gebe, diesem Schmuddelwetter zu trotzen. Wie geht es Euch damit? Habt Ihr noch gute Ideen, wie man den Wintermonaten das Beste abgewinnen kann? Dann erzählt es gern in den Kommentaren auf der pferdia-Facebookseite, ich bin gespannt!