Buchvorstellung: Reiten bewegt das Pferd

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- Dieser Artikel beinhaltet Werbung - Wann ist Reiten schädlich und wann ist es gesund fürs Pferd? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, leistet die Autorin des Buches „Reiten bewegt das Pferd“ einen Rundumschlag um Ausrüstung, Anatomie, Fütterung und Ausbildung des Pferdes. Das Buch beinhaltet zu 50:50 Anteilen Grundlagenwissen und Reitlehre. Zum Beispiel wird der Pferdekörper mit Muskelgruppen und Skelettaufbau durchgesprochen und in vielen Illustrationen gezeigt – um in der Sattellehre erklären zu können, wo genau der Sattel liegen darf und wo nicht.
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Autorin ist Kathia Kanitz, Reitlehrerin und Pferdephysiotherapeutin, sie ist übrigens selbst auf dem Cover zu sehen. Dass Kathia Kanitz Physiotherapeutin ist, blitzt an vielen Stellen des Buches durch: So erfährt der Leser zum Beispiel, wo der Blinddarm des Pferdes liegt, eben Details, die nicht unwichtig sind aber häufig übersehen werden.
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Die Schiefe des Reiters

Anderes Beispiel: Die Schiefe des Reiters. So erklärt sie, dass Frauen, die häufig die Handtasche auf einer Seite tragen, dadurch zur eigenen Schiefe beitragen. Schon ein Schultergurt hilft hier, ebenso das regelmäßige Ausleern oder eben das frühzeitige Wechseln der Tasche. Kathia Kanitz regt dazu an, mal eine Handtaschen-Übung zu machen. Diese geht folgendermaßen:  

SELBSTVERSUCH FÜR FRAUEN

Nehmen Sie Ihre Handtasche über die gewohnte Schulter. Stellen Sie sich vor einen Spiegel und beaobeachten Sie nun Ihre Haltung. Sind die Schultern gleich hoch? Wie ist Ihre Armhaltung? Greifen Sie zum Beispiel oft in den Handtaschengurt, so kann das die jeweilige Schulter nach vorne verschieben. Was macht die Handtasche mit ihrer Hüfte? Muss Ihre innere Hälfte etwas nach hinten wandern, um der Tasche Platz zu geben?

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Wie werden Hilfen gegeben?

Im zweiten Teil des Buches wird erläutert, wie das Pferd sich bewegt – also Gangarten werden ebenso durchgesprochen wie auch erwünschte und unerwünschte Bewegungsmuster und Körperhaltungen. Schub- und Trabkraft werden zum Beispiel so erklärt, dass dies auch einem noch nicht versierten Reiter helfen könnte. So wird gezeigt, wonach reiterlich gestrebt wird. Im darauffolgenden Kapitel wird erläutert, was dem Reiter um diese Ziele zu erreichen, zur Verfügung steht: Hilfen wie Gewichtshilfe, Stimme, Gerte.

Übung für Schub- und Tragkraft

Genial und simpel ist diese Übung aus dem Buch, die jedem Reiter schnell verdeutlicht, was mit Schub- und Tragkraft des Pferdes gemeint ist:
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Gut erklärt: So sieht Schubkraft aus!
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Und so Tragkraft!

Die Selbstversuche im Buch

Das letzte Kapitel erläutert schließlich, warum welche Lektionen geritten werden. Was Übergänge zum Beispiel aufdecken können, welche Fehler dabei entstehen können und welche Lösungsansätze denkbar wären. In zahlreichen Selbstversuchs-Anleitungen bekommt der Leser gute Möglichkeiten, Bewegungen und Abläufe erst einmal nur an sich selbst, ohne Pferd, zu testen. >> Empfehlenswertes Buch für Späteinsteiger oder engagierte Neueinsteiger, die von Grund auf korrekt lernen und reiten wollen, Zusammenhänge verstehen möchten und einen versierten Überblick suchen. Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung dem Buch „Reiten bewegt das Pferd“ entnommen.