Ein Schwung Komplimente

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Letztens habe ich ein Kompliment am Reitstall bekommen. Es traf mich, weil ich mich wirklich genau darum besonders bemüht hatte in letzter Zeit. Daher hallte das Kompliment noch besonders lange nach.

Das Ding mit dem Kompliment ist mir nicht aus dem Kopf gegangen. Denn wie gut tut das! Wir mühen uns alle sehr für unsere Pferde, und so ein Kompliment zollt dem Achtung. Außerdem macht es gleich eine schönere Atmosphäre.

Für den, der es verteilt, für den, der es empfängt, und auch letztlich für die Pferde!

Ich finde, wir sollten viel häufiger einander sagen, was uns positiv am Pferd auffällt, am Umgang mit dem Pferd und an der Beziehung zwischen Mensch und Tier. Deshalb habe ich auf meiner facebook-Seite nach Euren schönsten Komplimenten gefragt, und es war so spannend, was da alles für Erinnerungen geteilt wurden!

Hier sind sie, gesammelt für Euch. Meins ist übrigens auch dabei. Die gehen runter wie Öl, und sorgen sogar beim Lesen für ein heimeliges Gefühl. Also, geht raus, diese Woche, und sagt einander, was gefällt, es tut allen so gut!

„Hach, wie schön er kaut und schnaubt."

„Wow, da stehen 3 Lebewesen (1 Pony, 2 Hunde), die jetzt gespannt warten, was du als nächstes machst, so viel Aufmerksamkeit hätte ich auch gerne mal.

„Deine Schultern sind aber viel besser geworden."

„Da hast du aber in der Ausbildung deines Pferdes ganz viel richtig gemacht"

„Das Pferdchen scheint mit sehr intelligent zu sein.", "Deine Kleine ist echt mutig!"

„Euch gucke ich wirklich gerne zu. Das sieht immer so leicht und entspannt aus."

„Die macht das mit so einer Ruhe".

„Du bist in letzter Zeit so häufig da, das finde ich super!“

„Er ist schön gleichmäßig trainiert und wirklich ausgesprochen fein!

„Dein Pferd wirkt so stolz und zufrieden!“

„Ein harmonisches Paar.“ (als Richterkommentar)

„Wow, der blüht ja richtig auf mit dir! Man sieht, wie sehr er dir gefallen möchte und sich bemüht!“

„Ich finde es schön, dass du mit so einer Ruhe an alles rangehst. Du tust ihr gut.

„Ich finde deinen Sitz im Galopp sehr schön, weil du locker mitschwingst, dabei aber doch ruhig und stabil sitzt.“

„Es macht Spaß, Euch zuzuschauen!“

„Du sitzt jetzt im Sattel und nicht mehr nur darauf!“

"Mama, wenn Du Smeagol reitest, seht Ihr zusammen schöner aus als jeder für sich allein."

„Dein Pferd sieht zufrieden aus, wenn Du ihn reitest – er hat bestimmt Spaß dabei!“

„Harmonische und übersichtliche Vorstellung mit fein einwirkender Reiterin.“ (als Richterkommentar)

„Also - wozu du eine Trense brauchst, weiß ich auch nicht.“

„Ne, ich brauch da nicht rauf. Besser kann ich die nicht reiten.“

„Sehen Sie zu, dass alles so bleibt, wie es ist.“

„Man sieht, wie sehr das Pferd der Reiterin vertraut.“

„Bei euch sieht das alles so leicht aus.“

„Ich habe noch nie einen Friesen so toll vorwärts abwärts laufen sehen.“

„Das ist richtig gut, man sieht wie schön ihr geübt habt!“

„Der sieht so aus, als würd er sich anfühlen wie Butter.“

Ich danke meinen wunderbaren Lesern für diese tolle Kompliment-Sammlung! Ihr seid fantastisch! Welches Zitat von wem ist, kann man auf der facebookseite des Blogs nachlesen.  

Was waren Eure schönsten Komplimente? Erinnert Ihr Euch noch an welche, die ihr gegeben oder bekommen habt?

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Einmal die Woche gibt's hier im pferdia-Magazin einen Artikel aus dem Blog www.alifewithhorses.de. Hier spreche ich, Jeannette, über Motivation & Gedanken zum Reiten und erzähle, was ich so mache, wenn ich gerade nicht am Laptop sitze und über berühmte Pferde und Menschen schreibe. 

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Und so geht’s:

Das Pferd soll zuvor gelernt haben, den Kopf zu senken (dafür gibt es viele Möglichkeiten, zum Beispiel auch Clickern, wie Du es hier bei Nina Steigerwald lernen kannst). Das Kopfsenken ist zum einen praktisch für den am Pferdekopf arbeitenden Menschen, zum anderen wird durch die tiefe Kopf-Halshaltung der Parasympathikus aktiviert, der Bereich des vegetativen Nervensystems, der für Ruhe und Entspannung zuständig ist.

Für den Ohren-TTouch stellt sich Linda Tellington-Jones frontal vor das Pferd. Sie achtet darauf, selbst locker zu stehen und die Knie nicht ganz durchzudrücken. Dann greift sie mit der dem jeweiligen Ohr gegenüber liegenden Hand das entsprechende Ohr, mit der anderen Hand hält sie das Halfter. Sie streicht das Ohr dann von der Basis zur Spitze aus. Dabei gleiten ihre Finger sanft über die Ohren. Die Handbewegung wird immer vom Kopf aus in Richtung Ohrspitze ausgeführt.

Eine weitere Möglichkeit: Das Ohr ausschütteln. „Das Ohr wird von 15 Muskeln bewegt“, erklärt Linda Tellington-Jones im pferdia-Film, der bald für alle Abonnenten abrufbar ist (jetzt schon findest Du hier Filme von Linda Tellington-Jones). Diese Muskeln entspannt Linda Tellington-Jones, indem sie das Ohr seitlich greift und es sanft vibrierend ausschüttelt.

Darauf solltest Du achten

Dauer der Ohren-TTouches: Je nach Gefühl.

Achtung: Das Pferd nicht überfallen, sondern vorsichtig beginnen.

Fehler: Wenn das Pferd sich gar nicht an den Ohren berühren lassen möchte, rät Linda Tellington-Jones dazu, das Pferd Stückchen für Stückchen an die Berührung zu gewöhnen. Das ist besser, als die Berührung des Ohres ganz zu vermeiden! Wie sie das genau macht, wird bald auf pferdia in einer Fallstudie mit einer Ponystute, die zuerst gar keine Berührungen am Ohr mochte, zu sehen sein. Nach und nach stellen wir nämlich in diesem Jahr Filme zu allen TTouches, die Linda Tellington-Jones entwickelt hat, auf pferdia ein.

Dieser TTouch hat schon Leben gerettet!

Übrigens hat Linda Tellington-Jones diesen TTouch erfunden, als ihre eigene Stute eine schlimme Kolik hatte. „Linda hat diesen TTouch intuitiv gemacht, weil die Stute eiskalte Ohren hatte", erzählt Gudrun Braun. „Dadurch wurden die Ohren wieder warm und nach einer Weile konnte die Stute endlich äppeln.“ Inzwischen ist der TTouch etabliert und seine gute Wirkung ist in zahlreichen Fällen bestätigt worden.

Deine Konzentrationshilfe

Diese Übung für Menschen hat einen wunderbaren Namen: Herzensumarmung heißt sie. Sie ist ideal, um sich selbst zu beruhigen, zu konzentrieren und nicht ängstlich zu sein.

So geht's: Setz Dich bequem hin und lege die Hände übereinander auf Dein Brustbein. Die Handinnenflächen zeigen zu Dir hin. Probiere aus, ob sich für Dich die untere Hand besser auf dem Brustbein anfühlt, wenn sie leicht gewölbt und offen darauf gelegt wird, oder aber leicht geschlossen, so wie eine lockere Faust, gehalten wird. Egal, welche Variante Du wählst, die zweite Hand legst Du einfach auf die erste auf.

Jetzt stellst Du Dir vor, dass Du das Ziffernblatt einer Uhr auf dem Brustbein liegen hast. Unten ist die Zahl 6, oben die Zahl 12. Nun bewegst Du die beiden Hände gemeinsam in sachten, kleinen kreisförmigen Bewegungen. So, also ob Du von der Zahl 6 zur 9, zur 12 und wieder über die 3 zur 6 und dann bis zur 9 auf dem Ziffernblatt gleiten würdest. Die Bewegung soll gleichmäßig sein, kreisförmig und ein- und einviertel Mal ausgeführt werden.

Das limbische System erreichen

Nach einem solchen Rundlauf bewusst ein- und ausatmen. Dabei lächeln! Das ist wichtig, um die Ausschüttung vom Glückshormon Serotonin zu aktivieren. Wer offen dafür ist, kann in das Lächeln und Atmen noch Gedanken einfließen lassen, die Dankbarkeit formulieren. Das stärkt die Wirkung, erklärt Linda Tellington-Jones. Dann das Kreisen wiederholen.

Damit diese Übung Dir hilft und Du Dich darauf einlassen kannst, suche Dir bewusst einen Ort aus, an dem Du Dich nicht beobachtet fühlst. Die Übung zielt auf das limbische System, das für die Verarbeitung unserer Emotionen zuständig ist. Die Herzensumarmung kann Dir helfen, Ängste zu verlieren und ruhig und fokussiert zu sein. Eine ideale kurze Meditation für alle, die die Nerven behalten wollen!