Was Dein Pferd kennen sollte, wenn Du am Strand reiten möchtest

Ein Gastbeitrag vom Blog www.alifewithhorses.de

Vom Ritt am Strand träumt fast jeder Reiter. Der erste Gedanke ist gern: „Wow! Will ich auch!“ Der zweite ist häufig: „Geht das mit meinem Pferd? Ich habe schon ein bisschen Angst.“ Auf jeden Fall sind das die Reaktionen, die ich bekomme, wenn ich davon erzähle, dass wir gerade mit Ponys und Pferden am Meer sind. Dabei geht so eine Fahrt ans Meer, vernünftig vorbereitet, mit jedem gut ausgebildetem, geländeerfahrenem Pferd. Die Tücken liegen jedoch woanders, als direkt am Strand. Denn wer sich vor dem Ritt am Meer gruselt, weil die Weite die Pferde anheizen könnte, der hat noch nicht über den Weg zum Meer nachgedacht. Das Gute ist: Man kann zuhause schon für den Strandritt üben.

Gelassenheitstraining für Fortgeschrittene

Daher: Vergesst alle Gelassenheitstrainings mit Luftballons, Flattervorhängen und Poolnudeln. Das ist die Kindergartenversion. Die wahre Prüfung ist auch nicht der in der Überschrift angekündigte Strandritt selbst – die wahre Prüfung ist der Weg zum Strand. Gewöhne Dein Pferd zuvor an diese – oder ähnliche – Dinge, damit Du vor Ort ein gut kontrollierbares Reitpferd unter Dir hast! Die wahren Proben lauten:
  1. Plastiksandschaufeln, die kleine Jungs geräuschvoll über den Asphalt kratzen.
  2. Lenkdrachen am Himmel.
  3. Fahrräder mit Anhänger, die Dich von hinten überholen.
  4. Auf dem Weg zum Strand gibt’s einige Campingplätze – und deren Eingang läuft direkt auf den Reitweg zu, der zum Strand führt. Also Achtung: Vor Einfahrten aufpassen, es kommen hier gern unbedacht Radfahrer heraus.
  5. Häckselmaschinen, die 50 Zentimeter neben dem Reitweg Äste schreddern – die Wege werden hier gepflegt, und das macht Krach.
  6. Tennisumrandungs-Netze direkt neben dem Reitweg, in die Rentner alle paar Minuten Bälle schleudern.
  7. Sandburgen und ihre tiefen Gräben, die man früh genug am Strand erspähen und umreiten muss.
  8. Gischtkronen auf dem Meer, die für Pferdeaugen höchst gefährlich aussehen.
  9. Kleine Fahrräder mit Kindern drauf, die neben Dir eine Vollbremsung hinlegen, so dass der hintere Reifen ausbricht und geräuschvoll über den Asphalt schleift.
  10. Schrankendruchlässe, die wahrlich schmal sind.
All diese Proben haben unsere Pferde in der vergangenen Woche bravourös gemeistert. Wir waren eine Woche an der Nordsee.

Warum wir Reiter fast alle vom Galopp am Strand träumen

Ist nicht gerade ohne, so ein Weg zum Strand hin. Warum man das dennoch tut? Das habe ich Euch im Blog selbst aufgeschrieben. Das hat nämlich ziemlich viel gemeinsam mit einer durchtanzten Nacht. Und dem lebendig fühlen. Komischer Vergleich? Gar nicht! Hier direkt auf dem www.alifewithhorses-de Blog kannst  Du nachlesen, weshalb das so ist.
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