11 Tipps gegen das Motivationstief im Winter

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Es ist Winter, und die Motivation, zum Pferd zu fahren sinkt gegen 17 Uhr dramatisch. Feierabend, Du guckst raus und siehst schwarz. Dunkel, kalt. Lust zum Stall aufzubrechen: Tendiert gegen Null. Kennt glaube ich jeder, kommt irgendwann in der dunklen Jahreszeit garantiert.

Meine Tipps, das winterliche Motivationsloch zu überlisten:

1. Reitklamotten an den Stall legen. 

Damit man sich nicht daheim umziehen muss. Weil: Jede Tätigkeit vor der Abfahrt verzögert diese. Denn sie gibt dem inneren Schweinehund die Chance, seine Argumente vorzutragen. Einfach den Schlüssel nehmen und ins Auto steigen – das ist einfach, man muss nur einen Fuß vor den anderen setzen.

2. Vom Job direkt zum Stall.

Nicht zuhause anhalten. Weil: siehe oben.

3. Bisschen sozialer Druck.

Verabredet Euch. Ich mache das demnächst fürs Joggen mit Stirnlampe. Da bellt mein innerer Schweinehund nämlich noch lauter, als beim Reiten.

4. Helligkeit tanken.

Solarium nur fürs Licht tanken nutzen (ich meine eins für Menschen, liebe Reiterleute!). Denn wenn man zu wenig Helligkeit abbekommt im Winter, leidet die Laune und Motivation. Diesen Tipp fand eine Freundin vom mir allerdings furchtbar, sie sagte: „Kommt nicht gut, wenn man mal eine Hautkrebsdiagnose hatte.“ Gesund ist das sicher nicht, stimmt. Eine Tageslichtlampe tut es sicherlich auch.

5. An das Gefühl beim Reiten und danach denken.

Eigentlich ist es immer super am Stall. Oder im Sattel. Wenn man einmal draußen ist, ist es gar nicht mehr schlimm.

6.  Mädchenzeug:

Ich liebe es, wenn ich einen Thermobecher für den Weg mitnehmen kann. Einen, der hübsch anzusehen ist, und der mich auf meinem Weg begleitet. Manchmal ist Milchkaffee drin, manchmal Yogitee, manchmal Früchtetee. Macht irgendwie alles leichter.

7. Einen Anschlusstermin machen.

Serie gucken danach, zu zweit. Es hilft, überhaupt erst mal los zu fahren zum Stall, weil man weiß, dass man nicht endlos Zeit hat. Vorfreude auf Sofa mit Kuscheldecke ist garantiert.

8. Oder aber genau das Konträre:

Wissen, danach hast Du gar nichts mehr vor, und Du kannst Dir so lange Zeit beim Pferd lassen, wie Du nur willst. Hilft bei mir beides, kommt auf meine Laune an.

9. Nicht an Kleidung sparen.

Dieser alte Spruch stimmt: „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur schlechte Kleidung.“ Es macht einen irren Unterschied, ob ich meine perfekten Stallstiefel anhabe, oder nicht. Ob ich die Strickmütze mit Fleece auf meinem Kopf sitzt, oder ich nur meine Kapuze übergestreift habe. Ob ich die richtigen Handschuhe mit habe, oder die vergessen habe. Nachlässigkeit in der Kleidung verdirbt es wirklich, weil man nach einer halben Stunde friert.

10. Skiklamotten nutzen.

Apropos frieren: Meine Skihose liegt im Winter immer im Spint. Die ziehe ich über die Reithose, während ich das Pferd fertig mache und Sachen vorbereite. Ist auch gut für den Körper, weil alle Muskeln schön warm bleiben, bis man auf dem Pferd sitzt.

11. Die richtige Pferdedecke:

Ich habe eine uralte Pferdedecke, die ich im Winter am liebsten zum Warmreiten nehme. Sie ist aus ganz dickem Dralon, und ich wickele sie mir beim Schrittreiten um die eigenen Oberschenkel. Viel besser, als die zwei schicken anderen Fleeceabschwitzdecken, die in meinem Schrank liegen.

Mit welchen Tipps überlebt ihr die dunklen, kalten Monate am Stall? Ich bin gespannt und freue mich auf Eure Antworten! Auf dem Blog selbst haben übrigens schon viele Leser gesammelt, was sie so tun, um bei Laune und warm zu bleiben. Mein bisheriger Lieblingstipp: Eine Leserin hat leere Plastikflaschen am Stall. Die füllt sie mit heißem Wasser, und stellt sie in ihre Stiefel, bis die angewärmt sind. Sehr clever, von dieser Idee hatte ich noch nicht gehört. Du etwa?