Trainingseckpfeiler & medizinisches Check-up: So wird das Jahr ein großartiges Pferdejahr!

gemeinsamer-Spaziergang

Bereitet Ihr Euch auf das Pferdejahr 2018 vor? Jahresrückblicke sind so gar nicht meins, auf jeden Fall dieses Mal. Aber worauf ich große Lust habe ist: Platz schaffen und planen! Damit 2018 ein formidables Pferdejahr wird.

Also: Wie Du die richtigen Trainings-Eckpfeiler setzt, Dich von unnötiger Ausrüstung trennst, stattdessen schöne Dinge hereinlässt und gute Reitlektüre findest. Macht mit – ich fange an mit:

  1. einem super duper aufgeräumten Spind
  2. Pferdesachen verkaufen & Schönes einräumen
  3. Urlaub & Kurse buchen
  4. einem Trainingsplan, der funktioniert
  5. Tierarzt-, Sattel-, Osteopath- und Zahnartzcheck
  6. Reiterfitness, die ich auch durchhalte
  7. tollen Inspirationen und der richtigen Fachlektüre zur Hand

1. Den Spind streichen & neu organisieren

Es ist Januar.
Und ich räume auf.
Ich räume auf mit allem möglichen: Pferdesachen. Papierkram. Klamotten.
Ich putze.

Pferdeschränke, wohlgemerkt. Ich wasche Decken, ich streiche meinen Schrank für die Pferdesachen neu. Ich gehe Sachen an, die ich lange liegen gelassen habe.

Der holzfarbene Schrank ist nun himmelblau, mit einem weißen Rand. Jetzt bekommt er noch neue Regalböden, und für jeden Regalboden die passenden Boxen. Damit das alles so schön und praktisch ist, dass ich jedes Mal „Hach!“ denke, statt: „Wo ist noch mal…?“ 

2. Pferdesachen verkaufen

In den Schrank kommen nur noch Sachen, die ich brauche und die ich mag. Und die mich nicht an doofe Sachen erinnern. Deshalb verkaufe ich gerade alles, was ich nicht mehr brauche. Einiges von Fees alten Sachen zum Beispiel (Fee ist ein herrliches Pferd gewesen, meine große Lehrmeisterin. Hier im Blog steht alles über sie). Es passt der Kleinen eh nicht, und für die große Ailena ist es dann schon wieder zu klein.

Meine Back on Track Stallgamaschen habe ich zum Beispiel gerade abgegeben. Die passen zwar auch den anderen Pferden – aber ich will nix mehr haben, was man bei Krankheiten braucht. Die sollen mal schön an uns vorbeiziehen. Außerdem halte ich nichts davon, gute Sachen zu horten. Die verlieren durch das Aufheben nur ihren Wert. Könnte man doch noch mal brauchen? Ach was. Die kann ich genauso gut wieder kaufen, gebraucht oder neu, wenn ich sie wirklich benötige.

Ich kehre Sachen raus und lasse erst mal nur in homöopathischen Dosen Neues rein.

3. Urlaub & Kurse mit Pferd buchen

Termine für’s Jahr machen ist eine gute Sache, aber ich achte darauf, nur das festzulegen, worauf ich wirklich Lust habe: den Sommerurlaub am Meer mit den Pferden habe ich gebucht. Die Reitkurse, die wir daheim veranstalten, sind für das erste Halbjahr geplant. Elaine Bulter kommt, um unseren Reitsitz zu korrigieren – das macht sie unglaublich effektiv. Hier im pferdia-streaming gibt es auch Filme mit ihr, da bekommt ihr schon mal einen guten Eindruck! Ich habe sie Euch ganz unten verlinkt, unter dem Text. 

Dazu wird Claudia Butry kommen, sogar drei Mal wird sie bei uns sein. Sie ist Dressurausbilderin und Bewegungstrainierin nach Eckart Meyners. Claudias Kurse haben uns in 2017 so sehr bereichert. Wie eine dringend nötige Kur war das: Genau die richtigen Ideen so geäußert, dass es jeder, wirklich jeder im Kurs annehmen und umsetzen konnte. Das ist nicht selbstverständlich. Normal ist eher, dass Lehrer X für Schüler Y super passt, für Schüler Z okay ist und mit Schüler A irgendwie nicht richtig harmoniert. Dass einfach alle glücklich da heraus gehen, ist immer das hehre Ziel, das selten wirklich erreicht wird. Claudia arbeitet aktuell mit Anja Beran, über deren Arbeit ihr vieles hier bei pferdia sehen könnt. Außerdem ist sie seit vielen Jahren lizentierte Bewegungstrainerin nach Eckart Meyners. Seine Filme könnt Ihr auch hier nachsehen. Zu beiden habe ich Euch unter dem Text Videos rausgesucht.

Dazu haben wir ein wenig frischen Wind eingeladen, Lisa Röckener kommt zum ersten Mal und erklärt uns, welche Basis Reiten mit dem Halsring benötigt. Das macht sie nälich super schön, ähnlich schön wie Alizée Froment, mit der sie schon mehrfach gearbeitet hat. Alle Kursdaten findet Ihr übrigens HIER.

4. Training – aber lässig angegangen

Unsere Weiterlern-Eckpfeiler stehen also. Genauso wie Abwechslung – denn zum Urlaub am Meer kommt auf jeden Fall Pony Chamonix mit. Denn das pustet frische Ideen in die Köpfe und macht Muskeln. Ich freue mich schon so auf Wassertreten und auf das Galoppieren am Strand! Aber bis auf diese Eckpfeiler im Terminkalender mache ich echt langsam gerade. Es geht gerade bei uns weniger ums trainieren, als um die besten Vorbereitungen.

5. Körper Check up: Osteopathin & Zahnarzt

Zum Beispiel: Die Osteopathin war da, damit die Pferdchen gut da stehen. Ich habe den Sattel noch mal checken lassen, und werde die Pferdezähne noch mal kontrollieren lassen, bevor das Frühjahr da ist. Ich habe die Aufkleber im Pass der Impfungen kontrolliert, und alles ist paletti.

Am Stall ist ebenso Aufbruchstimmung, ein Teil des Trail-Bodens wurden in einer riesigen Aktion verbessert, Bagger, Lkws, Sandhaufen und Mattenstapel drängten sich in den letzten Wochen auf unserem Hof.

6. Reiterfitness: Einfach machen. 

Ich mache mir keinen Stress mit „oh Gott, trainieren!“ und gehe aber dafür TATSÄCHLICH mal joggen, wegen Ausgleichssport und so. Macht man übrigens um so lieber, wenn man Herrn Eckart Meyners höchstpersönlich fürs Interview am Telefon hatte und erfährt, dass der mit Mitte 70 jeden Morgen eine Stunde turnt und dann noch spazieren geht täglich. Ein bisschen Training für Reiter also. Dass ich joggen gehe, bedeutet aber nicht, dass ich 10 Kilometer runterschnurre. Würde ich mir das vornehmen, wären alle Vorsätze schnell über Bord geworfen. Stattdessen mache ich es so: Ich laufe auf jeden Fall, aber es sind auch schon mal läppische 3 Kilometer. Hauptsache tun!

7. Sinnvolles lesen – und gleich das Training umstellen

Ich lese wieder mehr und habe mir für abends eine Netflix-Pause verordnet. Auf meinem Nachttisch liegen einige Bücher (eines von Mary Wanless, das ich noch nicht gelesen habe zum Beispiel) und zwei Ausgaben der Feinen Hilfen, dem Magazin. Weil die echt auch für Leute, die viel Pferdiges in die Finger bekommen, Sachen zum Merken abdrucken. Gemerkt für den ersten Teil des Jahres: Pro Woche 3 bis 4 Trainingsreize setzen, ansonsten nur locker bewegen.

Darüber  quatsche ich letztens mit Philippa, beim Joggen. Wir hatten beide diesen Artikel über Training und Trainingsreize und was dabei im Körper passiert gelesen und fanden ihn wirklich interessant.

Sie so: „Ich hab das  gelesen und sofort mehr Pausentage für mein Pferd eingeplant!“
Ich so: „Ich hab das gelesen und sofort mehr Trainingstage eingeplant!“

Für jeden etwas – passt.

Also: So sieht’s bei uns aus. Und Ihr so? Wie ist Euer neues Jahr mit Pferd?