10 Fakten über die Working Equitation

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Working Equitation: Was die Faszination an diesem Sport ausmacht, und wie er eigentlich funktioniert, das erklärt uns Birte Ostwald. Sie selbst reitet bis in die höchste Klasse dieser Disziplin, trainiert mit Uta Gräfs Mann Stefan Schneider und hat an unserem Pedro-Torres-Film, der jetzt bestellbar ist, mitgearbeitet.

  1. Es gibt vier Disziplinen in der Working Equitation: Die Dressur, den Stiltrail, den Speedtrail und die Rinderarbeit. Auf Turnieren in Deutschland starten die Reiter von Klasse E bis S. In E und A besteht eine Prüfung immer aus Dressur und Stiltrail, ab L ist auch Speedtrail und Rinderarbeit dabei. Was nie geht: nur eine dieser Prüfungen herauspicken!

  2. Die Dressur ist der wichtigste Part. „Die Pferde sollen die Lektionen genauso korrekt ausführen wie auf einem konventionellen Turnier“, sagt Birte Ostwald. Der Ursprung der Working Equitation liegt in den üdeuropäischen Arbeitsreitweisen, die ihren Ursprung in Spanien, Portugal, Italien und Frankreich haben, erklärt Birte Ostwald. „Es wird in Anlehnung geritten, das Pferd soll die Stirnlinie an der Senkrechten tragen und ans Gebiss ziehen – anders, als zum Beispiel beim Westernreiten“.

  3. „In der Working Equitation kann man auch mit einem gut gerittenem Pferd, das nicht das letzte Bewegungspotential hat, weit kommen!“, sagt Birte Oswald. Das deutsche WM-Team 2014 bestand zum Beispiel aus einem Haflinger-Quarter Mix, einem Welsh-Cob, einem golden Pinto und einem Quarterhorse.

  4. Die Hindernisse im Stil- und im Speedtrail sind mindestens sechs Stück und sie können variieren: Es gibt zum Beispiel die Brücke, das Tor, den Slalom, kleine Sprünge oder den Pferch.

  5. Die Garocha ist fester Bestandteil der Klassen M und S: Dann muss der Reiter die lange Stange aus einem Fass nehmen, mit ihr durch einen Ring stechen und sie zurück ins Fass stellen. 
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  1. Typischerweise wird in den höheren Klassen auf blanker Kandare geritten. Auf E und A Niveau sind die Prüfungen auf Trense ausgeschrieben, ab Klasse L darf das Pelham mit vier Zügeln und kurzen Anzügen genutzt werden.

  2. „Die Einstellung des Pferdes macht ganz viel aus“, erklärt Birte Ostwald. Auch ein Pferd, das nicht das optimales Exterieur eines Working Equitation Pferdes hat, kann gute Leistungen bringen, wenn es Spaß an der Sache hat.

  3. Die typischste Rasse für die Working Equitation ist der Lusitano. „Sie bringen meist einen guten Galopp mit, und das ist essentiell, genauso wie einen guten Schritt. Pferde für die Working Equtiation müssen im Schritt keine drei Hufbreiten übertreten, aber der Schritt muss gut im Takt sein.“

  4. Eigeninitiative: Viele Pferde entwickeln richtig viel Spaß an der Working Equitation, weil sie anhand der Hindernisse einen Sinn in ihrem Tun sehen. „Eine typische Aufgabe ist es zum Beispiel, in ein Stangen-L zu reiten, dort eine Glocke zu läuten und dann das Pferd rückwärts um die Ecke herum zu richten. Die Pferde lernen, ihre Beine selbst zu sortieren und machen begeistert mit!“ erzählt Birte Ostwald.

  5. Wie fängt man an? „Ohne Anleitung geht der Spaß schnell verloren“, sagt Birte Ostwald. Sie empfiehlt, sich auf der Seite der Working Equitation Deutschland e.V. Kurse und Trainingsmöglichkeiten herauszusuchen. Wie schön Working Equitation sein kann, das ist demnächst in unserem Pedro-Torres-Film zu sehen.

 

>   Die DVD "Pedro Torres - Dressur und Working Equitation" gibt es zum Preis von 34,90 Euro bei pferdia. Er ist in deutscher oder englischer Sprache verfügbar. Bald wird der Film auch für Abonennten in der pferdiathek zugänglich sein.